Geseke – Ein Jahrhundert Kompaniegeschichte, zahlreiche prägende Persönlichkeiten und ein lebendiges Vereinsleben: Die Osthofe, dritte Kompanie der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Geseke, hat am Samstag ihr 100-jähriges Bestehen „auffe Halle“ gefeiert. Bereits am frühen Nachmittag wurde für den Nachwuchs mit einem Kinderprogramm viel geboten: Hüpfburg, Kinderschminken und ein Vogelschießen sorgten für beste Unterhaltung und strahlende Kinderaugen.

Im weiteren Verlauf spielten insgesamt vier Musikkapellen aus Geseke und dem Umland zu Ehren der Osthofe auf und verliehen der Veranstaltung einen feierlichen Rahmen. Gut gelaunt ergriff anschließend der neue Hauptmann der Osthofe Fred Wernze das Wort und richtete seine Grußworte an die zahlreich erschienen Gäste. In Vertretung des Obersts folgte das Grußwort des stellvertretenden Brudermeisters Karl-Heinz Mimberg. Die Osthofe sei mit 864 Mitgliedern eine starke und tragende Säule der Bruderschaft. „100 Jahre Osthofe bedeuten auch 100 Jahre Engagement, Gemeinschaft, Kameradschaft, Zusammenhalt von Alt und Jung sowie gelebte Tradition und Heimat – Werte, die unsere Bruderschaft seit jeher tragen und die heute aktueller sind denn je“, so Mimberg.

Auch Pfarrer Rainer Stahlhacke richtete im Anschluss sein Grußwort an die Versammlung. Er unterstrich dabei insbesondere das wichtige Wertegefühl des Miteinanders und Füreinander innerhalb der Gemeinschaft. Leutnant Florian Schneider ging auf die Historie der dritten Kompanie ein. Er machte deutlich: „Unsere Hofen sind das Ergebnis eines ziemlich klugen Gedankens: mehr Zugehörigkeit, mehr Identität, mehr Identität.“ Mit Verweis auf den Prokurator der Bruderschaft Reinhard Kardinal Marx endete Schneider mit dem Appell an die Osthofe: „Bleibt bitte so schön verrückt. Und bleibt offen für sinnvolle Veränderungen – so wie vor 100 Jahren.“

Nach einer kurzen Pause folgte ein weiterer Höhepunkt des Tages: die Proklamation des neuen Königs vor der Scheibe. Aus der Nordhofe konnte sich Eric Lenze durchsetzen. Der 20-jährige Anlagenmechaniker wurde anschließend gebührend gefeiert.

Nach dem offiziellen Teil ging die Feier nahtlos in eine ausgelassene Jubiläumsparty über. DJ Käpt’n Käse sorgte für beste Stimmung und brachte das Publikum bis tief in die Nacht zum Tanzen.

Das 100-jährige Jubiläum der Osthofe zeigte eindrucksvoll, wie lebendig Tradition, Gemeinschaft und Zusammenhalt auch heute noch sind.

Weitere Fotos unter www.derpatriot.de

Von: Benedikt Laame