Geseke – Traditionell mit dem Winterball und der Versprechenserneuerung läutete die St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Geseke am Samstag das Schützenjahr 2026 ein. Mit „aufe Halle“ wie der Geseker zu sagen pflegt, waren 723 Schützenfreunde, die bis in die frühen Morgenstunden ausgelassen feierten.

„Ja ist denn schon wieder Schützenfest hier in Geseke? So viele Männer im Frack und Frauen mit Krönchen auf dem Kopf. Was ist los hier?“, fragte einer der zahlreichen Taxifahrer, die am Samstagabend ihren Stopp an der Geseker Schützenhalle machten. Der Grund dieses großen Aufmarsches in Uniform war der Winterball der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Geseke. Im Mittelpunkt des Balls stand das amtierende Königspaar Alexander und Johanna Volmer, nebst Hofstaat.

Neben den eigenen Regenten konnte Oberst Hans-Georg Dröge auch acht Königspaare samt Abordnungen aus der Nachbarschaft begrüßen. „Wir wollen hier und heute Abend mit unserer großen Schützenfamilie, unseren Freunden und Gästen unbeschwert und ausgelassen feiern, so wie wir es von vielen Winterbällen her kennen. Den Alltag dabei ein Stück weit hinter uns lassen“, so der Oberst zur Begrüßung. Danach bat er alle Königspaare zum Tanz. Mittendrin die Geseker Regenten Alexander und Johanna Volmer, die alle zusammen für einen stimmungsvollen Winterballauftakt sorgten.

Bevor es jedoch soweit war, legten die Schützen in der festlich geschmückten Stadtkirche ihre traditionelle Versprechenserneuerung ab. Diese erneuert das seit 1613 urkundlich nachgewiesene Versprechen, sich füreinander und für die Stadt Geseke einzusetzen, sich gegenseitig zu unterstützen und den anderen nicht allein zu lassen.

Und genau das gab Pfarrer Rainer Stahlhacke den Schützen in seiner Predigt mit auf den Weg. „In einer Zeit, in der die Welt von Unsicherheiten geprägt ist, die Weltordnung sich zu verändern scheint, da ist die Schützenbruderschaft ein sichtbarer Halt. Die Bruderschaft übernimmt Verantwortung durch ihr gemeinsames Auftreten, für die Kirche, Stadt und Familie. Christ sein heißt mutig sein ohne jeglichen Hass. Dafür sind die Sebastianer ein Vorbild“, so der Präses.